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Der Begriff Kulturaustausch umfasst eigentlich so ziemlich alles, was irgendwie mit dem Austausch von kulturellen und landestypischen Sitten zu tun hat. Tatsächlich wird solch ein Kulturaustausch sogar richtig professionell organisiert, beispielsweise in Form von einem Jugendaustausch, wo vor allem die jüngere Generation andere Länder und Kulturen kennen lernen können – ganz im Sinne von „ Andere Länder, andere Sitten!“

Der eigentliche Hintergrund eines Kultur- oder Jugendaustausch ist primär natürlich die Völkerverständigung und Toleranz gegenüber fremden Ländern, Rassen, Religionen und ganz einfach auch der landestypischen Sitten. Ebenso ist es ein Ziel des Kulturaustausches, zur Versöhnung zwischen einzelnen Völkern beizutragen, welche mitunter schon seit Jahrhunderten verfeindet sind, wobei dieser Prozess natürlich alles andere als einfach ist. Trotzdem können in der modernen Zeit Anfeindungen oder gar Anschläge, welche etwa in religiösen Gründen ruhen, nicht hingenommen werden.

Allerdings benötigt solch ein Prozess mehr als nur ein paar Tage oder auch Jahre, Tatsächlich entstand speziell der Jugendaustausch schon gegen 1920, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges griff sogar die Politik ein, um diese Idee zu fördern. Die Idee ist dabei so simpel wie einfach: Hass und Feindschaft zwischen zwei Völkern oder unter den einzelnen Rassen der Welt lässt sich am leichtesten bekämpfen, wenn man die Gegner der Zukunft einander näher bringt und versöhnt – denn die Kinder von heute sind möglicherweise die Soldaten von morgen.

Dabei gab es selbst mitten in Europa zu den früheren Zeiten Hass und Gewalt zwischen den einzelnen Völkern. Briten und Franzosen waren schon historisch – Stichwort Hundertjähriger Krieg – alles andere als Freunde. Der zweite Weltkrieg sorgte ebenfalls für viele Übergriffe zwischen den einzelnen europäischen Völkern, ob nun Deutsche und Franzosen, oder Polen und Deutsche oder auch Russen und Polen. Allein das deutsch-französische Verhältnis hatte stark gelitten und war schon in der Vergangenheit alles andere als rosig zwischen beiden Völkern. Eine Jugendbewegung jedoch, genauer das Deutsch-Französische Jugendwerk hat hier einiges geleistet und die jüngeren Generationen wieder miteinander versöhnt – indem man einfach beiden Völkern die Chance gab, sich näher kennen zu lernen.

Heute arbeiten viele dieser Gruppen sogar international, meist mit Hilfe von Spenden oder durch Unterstützung der weltweiten Politik, wobei hier manche Staaten mehr, andere wieder weniger tun. In der ehemaligen DDR etwa gab es viele Jugendorganisationen, speziell die FDJ, welche sich um solche Belange kümmerte. Allerdings war dieser Jugendaustausch, wenn es einmal zu einen solchen kam, auf sozialistische „Bruderstaaten“ begrenzt – gegen den „Westen“ jedoch wurde gewettert wie die Rohrspatzen, was wiederum dem Sinn von Kultur- und Jugendaustausch gänzlich widerspricht.

Eine andere, jedoch ähnliche Form des Kulturaustausches wäre zudem die „moderne“ Partnerschaft zwischen internationalen Städten oder speziell wieder bei der jüngeren Generation das recht beliebte Konzept des Au-Pair, in welchem man gleich ein ganzes Jahr in ein fremdes Land geht und dort sogar die landestypische Schule besucht…